Für
Füssen Tourismus ist die Geschäftsform als Kommunalunternehmen
geregelt. Dies hat besonders in letzter Zeit immer wieder zu
Unstimmigkeiten geführt weil die Geschäftsform der GmbH von einigen als
besser geachtet wurde.
Die
Möglichkeit für eine bayerische Gemeinde, die Rechtsform einer Anstalt
des öffentlichen Rechts für Ihre kommunalen Unternehmen zu wählen,
wurde erst durch das bayrische Gesetz zur Änderung des kommunalen
Wirtschaftsrechts vom 26. Juli 1995 eingeführt.
Die
Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts ( KU ) wurde extra als
Alternative zur Rechtsform des Eigenbetriebes und der GmbH geschaffen,
die beide aus unterschiedlichen Gründen teilweise nicht als geeignete
Rechtsform für kommunale Unternehmen angesehen werden. Vorteil
gegenüber der privatrechtlichen GmbH ist, dass das KU zur
Aufgabenerfüllung Verwaltungsakte erlassen kann. Die Kommune kann dem
KU sogar das Recht zum Erlass von Satzungen übertragen. Ein KU kann
auch Dienstherr von Beamten sein.
Das
KU regelt seine Rechtsform durch Satzung, das Land macht hier nur
geringe Vorgaben so dass dem KU hier beachtliche Spielräume eingeräumt
werden. Der Vorstand lenkt das KU eigenverantwortlich. Über den
Verwaltungsrat kann die Gemeinde Einfluss nehmen, der sich aber nicht
auf die Tagespolitik, sondern nur auf grundsätzliche strategische
Entscheidungen beziehen soll.
Füssen-Land
ist der Meinung dass diese eigens vom bayerischen Staat geschaffene
Rechtsform für Füssen Tourismus die richtige Rechtsform ist. Allerdings
soll der Verwaltungsrat sich nicht am operativen Geschäft beteiligen.
Er sollte sich nach der grundsätzlichen Installation nur auf sein
Informationsrecht beschränken.Für die Unterstützung des Vorstandes ist extra ein Marketigbeirat aus
Vertretern der Tourismusbetriebe geschaffen worden. Gerade hier sind
viele fachlich kompetente Mitglieder die dem Vorstand kompetent zur
Seite stehen können. In wieweit sich der jeweilige Vorstand vom Beirat beeinflussen lässt, ist ihm selbst überlassen. Wir glauben aber mit Herrn Stefan Fredlmeier hier einen sehr kompetenten Mann zu haben.
Füssen
spielt als Übernachtungsmillionär im Tourismus in unserer Region eine
Vorreiterrolle. Aber gerade die Übernachtungszahl von über einer
Million sollte etwas
genauer betrachtet werden. Diesen Übernachtungen stehen ca. 320.000
Gästeankünften entgegen. Dies bedeutet dass wir eine durchschnittliche
Verweildauer von nur ca. 3 Tagen haben. Selbst wenn wir die sog.
Einnächtler herausrechnen, kommt z.B. in Hopfen am See eine
Verweildauer unter 6 Tagen heraus.
Auf
der anderen Seite bieten wir ein umfangreiches und hervorragendes
Gästebetreuungsprogramm. Ebenso gibt es mehrere Betriebe die nicht als
Beherbergungsbetriebe ihr Geld verdienen. Wir denken hier an
Gaststätten, Bootsverleih, Fahrradverleih und vieles mehr. All diese
Einrichtungen werden vom Einnächtler nicht genutzt. Leider geht der
Trend der Urlauber zu immer kürzer werdenden Aufenthalten.
Hier
kommt auf Füssen Tourismus die Aufgabe zu diesem Trend sich
entgegenzustellen. Herr Fredlmeier wir hier sicher von allen am
Tourismus beteiligten unterstützt.
Die
Anhebung des Kurbeitrages kommt für uns nur in Frage wenn auch das
Angebot deutlich verbessert wird. Wir denken hier an eine kostenlose
Beförderung durch den öffentlichen Nahverkehr oder etwa die Ausweisung
von Parkzonen mit Kurkarte.
Die
Mithilfe von verschiedenen Organisationen wie z. B. die Verkehrsvereine
ist ja bereits eine obligatorische Sache. Die letzten Beispiele vom
Verkehrsverein Hopfen am See haben dies in
letzter Zeit deutlich bewiesen. Wir denken hier an die neue
Ufergestaltung mit Obstbäumen, durch das Aufstellen von verschiedenen
Spielgeräten und nicht zuletzt durch den Neubau des Musikpavillions.
Hier haben selbstverständlich mehrere Mitglieder von Füssen Land
führend mitgeholfen
Als
bedenklich sehen wir auch den verstärkten Neubau von Bettenburgen die
unter touristischem Vorwand genehmigt wurden. Hier ist sehr genau
aufzupassen dass diese Häuser auch dem Tourismus erhalten bleiben und
nicht als Zweitwohnungen umfunktioniert werden. Auch ist ein weiterer
Neubau solcher Einrichtungen ist von den Genehmigungsbehörden sehr
genau zu prüfen.
Alles
in allem brauchen wir aber für die Zukunft nicht schwarz zu sehen.. Wir
haben einen nachhaltigen Tourismus, wir haben die unterschiedlichsten
Urlaubsangebote und haben Potential, das noch ausbaufähig ist. Das
ganze sollte unter umweltverträglichen Aspekten geschehen.
Wir glauben aber, dass wir mit Füssen Tourismus unter der Leitung von Herrn Fredlmeier für die Zukunft gut aufgestellt sind. |