Böller-Verbot in Füssen?

Feuerwerk zu Silvester könnte in Füssen zum Ladenhüter werden, wenn der Antrag von vier Stadträten Erfolg hat.

Feuerwerk zu Silvester könnte in Füssen zum Ladenhüter werden, wenn der Antrag von vier Stadträten Erfolg hat.

Feuerwerk: Stadträte wollen stattdessen lieber Lichtershows

Nach der Unterschriftenaktion von Bürgern im Ortsteil Weißensee-Moos/Hub mit der Forderung, Raketen und Böller zu verbieten, hat die Wählergruppe Füssen-Land nun einen Antrag bei der Stadt eingereicht: Aus Sicherheits- und Umweltgründen soll ein generelles Verbot von Raketen und Böllern in der Stadt Füssen, Hopfen und Weißensee gelten. Gleichzeitig bitten Herbert Dopfer, Bernhard Eggensberger, Niko Schulte und Christian Schneider die Verwaltung darum, zu prüfen, ob ein zentraler Platz in Füssen, Hopfen und Weißensee möglich ist, an dem Raketen und Böller abgefeuert werden dürfen. Abgeklärt werden soll zudem, ob als Ersatz für Raketen und Böller drei Lichtershows in Füssen und den beiden Ortsteilen zum Jahreswechsel veranstaltet werden. Die Verwaltung wird darum gebeten, die Kosten zu ermitteln.

Die Begründung des Antrags: Was schön aussehe, ende häufig mit Verletzungen oder gar großen Bränden. „Wer mit Haustieren zusammenlebt, weiß, wie sehr die Tiere unter den Böllern leiden. Wildtiere werden durch die Knallerei erschreckt und verlieren ihre Orientierung“, heißt es in dem Schreiben der Wählergruppe. Landwirte müssten ihre Ertragsflächen von Raketenrückständen säubern, damit kein Unrat ins Futter gelange. Kühe auf der Weide könnten Elend erleiden, wenn sie Plastikkapseln verzehren. Außerdem weist Füssen-Land auf die Feinstaubbelastung hin: „Jährlich werden etwa 4200 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt. Mit Raketen und Böllern werden gesundheitsschädliche Rußpartikel in die Luft befördert.“ Das Einatmen von Feinstaub gefährde die menschliche Gesundheit. Füssen solle als Vorbild agieren, somit steige die Chance, dass sich weitere Gemeinden im Umland dem Verbot anschließen.

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