St. Walburga: Weitere Gespräche stehen an

Verwaltung soll in Weißensee auch über eine Widmung des Rundwegs verhandeln

Die Umgestaltung des Kirchenumfeldes von St. Walburga in Weißensee hat den Stadtrat schon mehrfach beschäftigt – diesmal ging es um die Vereinbarung in Sachen Wegerecht. 2017 hatten die Kommunalpolitiker beschlossen, sich an den Arbeiten finanziell zu beteiligen. Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, musste die öffentliche Nutzung der geförderten Verkehrswege sichergestellt werden. Deshalb ist laut Verwaltung sowohl eine Widmung der Straße Am Pfarrhof als auch des Rundwegs um den Weißensee vorgesehen gewesen.

Doch dies sei für sie mit negativen Folgen verbunden, schrieb die Kirchenverwaltung an die Stadt im Juni. Nach einer längeren Diskussion beschloss eine Mehrheit der Kommunalpolitiker dennoch bei fünf Gegenstimmen, mit den Kirchenvertretern erneut über Widmungen zu verhandeln, die auch den Rundweg um den Weißensee betreffen. Nach Aussage von Bauamtsleiter Armin Angeringer macht es „im Interesse der langfristigen Sicherung des Weges um den See“ keinen Sinn, sich nur auf den Bereich der Dorferneuerung zu beschränken.

In ihrem Schreiben weist die Kirchenverwaltung darauf hin, dass es kein Problem sei, die Verkehrsflächen im betroffenen Bereich für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings sei eine Widmung nicht die richtige Lösung, „weil der Kirchen- und Friedhofsbetrieb einfach zu viele Ausnahmen erfordert und oft schnelle individuelle Nutzungen notwendig sind“. Außerdem habe man große Probleme mit verschiedensten Freizeitnutzern auf den Parkflächen „und wir müssen sehen, wie wir das vernünftig kanalisieren und mit unseren eigenen Bedürfnissen vereinbaren können“. Deshalb schlägt die Kirchenverwaltung eine Wegerechtsvereinbarung vor, die den Rundweg um den Weißensee als Geh- und Radweg mit einbezieht. In einer Bewertung der Stadtverwaltung heißt es: Zwar bleiben Widmungen das Ziel der Stadt mit klar definierten rechtlichen Folgen auf öffentlichen Verkehrsflächen. Doch durch die Vereinbarung erreiche man trotzdem eine Rechtssicherheit für die dauerhafte Nutzung der Wege.

Allerdings beschloss eine Mehrheit der Kommunalpolitiker dennoch, über Widmungen zu verhandeln. Dabei ging es in der Debatte auch um den Weißensee-Rundweg. Doch Christian Schneider (Füssen Land) erklärte: Bei der Frage einer Widmung sei es nie um diesen Seeweg gegangen, sondern nur um das Kirchenumfeld.

Bericht: AZ Füssen
Foto: Benedikt Siegert

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